Gemeindeblatt Hainewalde Januar 2011

Liebe Hainewalder, liebe Leser des Nachrichtenblattes,

zuerst möchte ich Ihnen allen viel Gesundheit und Freude für das neue Jahr wünschen. Selten hatte ich beim Schreiben meines Anteils am Nachrichtenblatt so ein mulmiges Gefühl im Bauch, wie heute am 06. Januar 2011. Der Winter hat uns mit reichlich Schnee seit Wochen fest im Griff. Und nun das: Regen und Temperaturen über 10 Grad meldet der Wetterbericht und damit drohendes Hochwasser. Nein, bitte nicht schon wieder.

Wir haben den Kanal sprichwörtlich noch vom August voll und die Nachwehen halten auch ohne Nachschub noch Jahre an. Die heute vorsorglich gefüllten Sandsäcke auf dem Bauhof der Gemeinde beruhigen nicht wirklich; auch nicht die ab morgen stündlich eingehenden Faxe der Landesbehörde über die aktuellen Pegelstände der Mandau. Also hoffe ich, dass sich meine Bauchschmerzen bis zum Erscheinungstag des Blattes als unbegründet erwiesen haben.

Ortswegewartin Regina Böhme kann die silvesterliche Zerstörungswut nicht verstehen. Foto: Jürgen Walther

Regina Böhme

Auffällig bescheiden scheint das Silvesterfeuerwerk ausgefallen zu sein. Große Abfallspuren von Böllern, so wie in anderen Jahren, sind auf Straßen und Plätzen des Ortes nicht zu sehen. Lag es am Wetter, an der Feierlaune oder ist eine neue Sparsamkeit eingezogen? Die Besenbrigaden freut es, die Hersteller und Händler der teuren Sprengkörper eher nicht. Aber vielleicht kann man das Geld wirklich besser verwenden. Mit starken Böllern haben die Zeitgenossen nicht gespart, die am Gemeindeamt zwei Briefkästen zerstört haben und gleichfalls vor dem Hospital an der Kirche ein Schild vom Denkmalpfad völlig verbeulten. Die bisherigen absichtlich zugefügten Schäden betragen wohl unter 100 Euro. Aber der rechtschaffende Bürger fragt sich, muss das sein und was sind das für Leute, die derlei Unsinn tun? Immerhin gibt es Hinweise auf Täter und es könnte peinlich werden, wenn sie öffentlich genannt werden. Es sei denn, deutsche Gesetze verbieten das wegen der Menschenrechte. Unkomplizierter wäre es sicher, den verursachten Schaden durch eine zweckgebundene Spende zu „korrigieren“.

Wie vor Jahresende optimistisch vorgeahnt, sind die Zuwendungsbescheide für die Baumaßnahmen für die Turn-und Festhalle und die Schulspeisung eingetroffen. Da der vorgegebene Realisierungszeitraum sehr knapp bemessen ist, müssen wir schnellstens in die Spur kommen. Immerhin sind die vereinfachten Vergabeverfahren, die zugunsten der Konjunkturpakete bis zum Jahresende 2010 galten, inzwischen Vergangenheit, so dass uns die eher umständlichen Praktiken wieder aufgezwungen sind. Mit dem Umbau der Schulspeisung muss das Problem der Essenversorgung der Kindergarten- und Hortkinder gelöst werden. Ich persönlich favorisiere, dass Frau Haberland als anerkannte und zurecht vielgelobte Köchin weiterhin an einem Ausweichstandort für die Kinder kocht. Damit könnte die gewohnte kindgerechte Qualität gewährleistet bleiben und die Küche bliebe sozusagen auch im Dorfe. Mit dem Umbau der alten Schulspeisung – das Gebäude wurde in den 70er Jahren errichtet und entspricht in keinster Weise heutigen wärme- und bautechnischen Standards – ist uns nach jahrelanger Vorbereitung noch ein großer Wurf gelungen. Der Einsatz wird sich lohnen, denn er dient in erster Linie unserer Zukunft – unseren Kindern und Enkeln. Er wird auch allen an der Realisierung direkt oder indirekt Beteiligten viel abverlangen und viel Verständnis für die Bausituation erbeten. Dazu wünsche ich uns allen viel Kraft, denn die schrittweise Beseitigung der Flutschäden steht zusätzlich auf dem Programm.

Ihr Jürgen Walther

Neues per Email