SZ-Erziehungsprofi hat Eltern mit Tipps begeistert

SZ-Erziehungsprofi hat Eltern mit Tipps begeistert

Ralf Hickethier

Ralf Hickethier hat zum Umgang mit Kita-Kindern am Mittwochabend reichlich 100 Oberlausitzer im Hainewalder Kindergarten „Mandauspatzen“ beraten. So sagte er, dass es grundverkehrt ist, jede Kleinigkeit mit einem Kind im Kinderkrippen- oder Kindergartenalter auszudiskutieren. Der Nachwuchs brauche klare Ansagen.

Der pädagogische Psychologe und SZ-Kolumnist Hickethier sprach vor interessierten Eltern und Erziehern zum Thema „Erziehen ist heute so schwer wie nie zuvor, aber es kann gelingen –- Wie?“

Seine Ausführungen hätten laut Kita-Leiterin Annett Mertens die Gäste angeregt, über die eigene Handlungsweise gegenüber ihren Kindern nachzudenken. Man könne, so zitiert die Leiterin das Gesagte des Erziehungspsychologen, einen Zweijährigen nicht als gleichberechtigt behandeln. Der eigene Partner müsste an erster Stelle in der Familie stehen, nicht das Kind. Bei vielen Familien, so habe es Hickethier gesagt, stehe jedoch heutzutage das Kind an erster Stelle. Das sei oft der Grund, warum Partnerschaften auseinandergehen.

Die Erziehung solle natürlich liebevoll, aber eben konsequent sein. Wenn das Kind am Mittagstisch nicht viel essen wolle, müsse es wissen, dass es bis zur nächsten Mahlzeit nichts anderes bekommt – was dann auch so durchgesetzt werden soll. Ebenso müsse es auch bestimmte Pflichten erfüllen. Klare Strukturen für das Kind seien das Wichtigste.

Die Möglichkeit, im Nachhinein individuelle Fragen zu stellen, wurde von den Eltern sowie eigenen und Kollegen aus anderen Kitas gut angenommen, so Mertens. (kaz)

Quelle: SZ-Online vom 22.09.2012

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