Anordnung und Bedeutung der Figuren mit Inschriften

Westseite (Eingang)

  • rechts: Der Tod als Triumphator mit Zepter und Krone (Haec ultima rerum Linea)
  • links: Die Gesundheit, eine minervaartige Figur mit einem Hahn und Lorbeerzweig, mit den Füßen auf zerbrochene Arzneigläser tretend (Sanos nil afficit artus)
  • o.re: Die Krankheit, eine Alte, den umwickelten Kopf mit kummervollem Ausdruck auf den Arm gestützt. (Morbo grassante per artus)
  • o.li: Das ewige Leben, geflügelter Genius mit Schlange in der einen Hand, mit der andern einen Totenkopf wegschiebend (Nulla est hic clausula vitae)

Nordseite

  • rechts: Die Bedrängnis, Frau entsetzt zusammenfahrend, während ein wütender Hund an ihre Brust springt (Nescia confugii)
  • links: Die himmlische Lust mit Füllhorn und Trinkschale (Deliciae florent et grata voluptas.)
  • o.re: Die Unruhe, in der einen Hand einen Perpendikel, in der andern anscheinend einen Schild, Schutz suchend, hinter sich haltend (Nihil eae qvieti)
  • o.li: Gekrönte Frau mit Zepter und Himmelskugel (Splendore augusto)

Ostseite

  • rechts: Die Sorge, Frau mit gramverzehrtem Gesicht, in der Linken ein Herz haltend, an dem eine Schlange nagt (Coqvunt fixae sub pectore curae)
  • links: Die himmlische Ruhe mit freudestrahlendem Gesicht, den linken Arm auf eine Säule gestützt, in der Rechten eine Lilie haltend, auf dem Haupte sitzt eine Taube (Secura hic otia regnant)
  • o.re: Das Ungemach allegorisierend, auf Dornen liegend und unter der Last einer Säule zusammengebrochen (Mala mille molestant)
  • o.li: Der Friede, in reichem Gewand mit Ölzweig und Merkurstab (Belli posuere tumultus)

Südseite

  • rechts: Der Wahnsinn, alte Frau mit verzerrtem Ausdruck, sich die Haare raufend (Aegram conturbant nubila mentem)
  • links: Die heitere Freude, jugendliche Figur, Blumen im Haar, einen mit Laub umwundenen Speer in der Hand, triumphierend nach oben sehend (O facilis risus o gaudia blanda!)
  • o.re: Die Furcht mit ausgelösten haaren und beflügelten Füßen (Metus addidit alas)
  • o.li: Die Ewigkeit, auf der Himmelskugel sitzend, das Haupt von Strahlen umgeben, in der Rechten einen Stab, in der Linken einen Ring haltend (Nec finis nec meta dicrum)

Dach

  • Die Fama, Engel des Jüngsten Gerichts mit Posaune

Einzelne Bestandteile der Figuren, wie Posaune, Lorbeer, Lilie und Speer, sind nicht oder nur teilweise erhalten geblieben und müssen restauriert werden.
(Eine eingehende Beschreibung der Gruft findet sich auch in Nr. 161 der Bautzner Nachrichten von 1883 aus der Feder des damaligen Kirchschullehrers von Hainewalde, A. Schuster.)

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